Lage im Stadtgebiet
Eine Aufnahme der "Skyline" von Waren (Müritz), während einer 3-Seen-Rundfahrt mit dem Dampfschiff Europa.
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Müritz-Nationalpark: Erste Besucherplattform am Feisnecksee
Quelle: Deutsche Presseagentur (dpa)Waren (dpa) - Die Tier- und Vogelwelt am Feisnecksee im Müritz-Nationalpark ist künftig von Naturinteressierten besser zu beobachten. Am Westufer wurde die erste Besucherplattform an dem See bei Waren gebaut, teilte ein Nationalparksprecher am Donnerstag mit. Sie soll am Montag eröffnet werden. Die vier mal acht Meter große barrierefreie Plattform liegt direkt am Radfernweg Berlin-Kopenhagen. Sie bietet 25 Menschen Platz. Der drei Kilometer lange Feisnecksee ist nur durch einen schmalen Landstreifen von der Müritz getrennt. Dort jagen Fisch- und Seeadler sowie zahlreiche andere Vogelarten.
Waren (Müritz)
Quelle: Landesportal Mecklenburg Vorpommern"Die Luft ist wundervoll, und je nachdem wie der Wind steht, bin ich auf unserem Balkon von einer feuchten Seebrise oder von der Waldseite her von Tannenduft und -luft umfächelt." So beschrieb im August 1896 der Schriftsteller Theodor Fontane seinen Urlaub in Waren. So, wie Fontane den schmucken Ort an Deutschlands größtem Binnensee empfand, erleben Sie Waren (Müritz) auch heute noch. Den schönsten Überblick haben Sie vom Turm der Marienkirche. Auf jeden Fall sollten Sie mal am Wasser auf der Promenade entlangbummeln - Waren (Müritz) ist zu jeder Jahreszeit reizvoll. Für Segler, Taucher oder Surfer ist die Stadt idealer Ausgangspunkt. Doch auch auf einer entspannten Rundfahrt können Sie die Weite der Müritz genießen. Im Müritz-Museum sind Pflanzen und Tiere ausgestellt, die Ihnen im Müritz-Nationalpark möglicherweise entgangen sind.
Geschichtliches
Quelle: Landesportal Mecklenburg VorpommernUm 1260 wurde Waren gegründet. Durch ihre für den Handel günstige Lage an der Müritz-Wasserstraße entwickelte sich die Stadt schnell. Rund um die die Georgenkirche entstand die Altstadt. Schon Ende des 13. Jahrhunderts existierte auch eine Neustadt. Ihre Pfarrkirche war die im 14. Jahrhundert errichtete Marienkirche. Um 1320 vereinten sich beide Stadtteile. Eine gemeinsame Stadtmauer wurde gebaut. Als sich 1347 eine Nebenlinie der Fürsten zu Werle hier niederließ, wurde Waren zur Residenzstadt. Mehrere Großfeuer zwischen 1568 und 1699 und der 30-jährige Krieg zerstörten die einst wohlhabende Stadt fast vollständig. Einen erneuten wirtschaftlichen Aufschwung gab es erst ab Ende des 18. Jahrhunderts mit der Kanalisierung der Elde (1798 - 1803) und dem Bau des Bolter Kanals (1831). 1838 wurde eine Gewerbeschule eröffnet, im Folgejahr die "Ersparnisanstalt" gegründet. Im 19. Jahrhundert erkannte man im Tourismus eine neue Einnahmequelle: 1845 entstand die erste Badeanstalt an der Müritz. Mit dem Anschluss an das Eisenbahnnetz wurde Waren für Fernreisende ein erreichbares Urlaubsziel. Im Jahr 1920 konnte bereits Kurtaxe erhoben werden. Waren avancierte zum Verwaltungs- und Kulturzentrum der gesamten Müritzregion. Während des Zweiten Weltkrieges wurden Rüstungsfirmen in der Stadt angesiedelt. 1945 besetzte die Rote Armee den Ort. Noch 1988 lagerten sowjetische Atomraketen im Stadtteil Warenhof. Die Entwicklung Warens zu einer Industriestadt setzte sich nach 1949 fort. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde die historische Altstadt von Waren rekonstruiert. Die Stadt präsentiert sich ihren Besuchern heute wieder in voller Schönheit. Auch der Tourismus ist nach Waren zurückgekehrt. Seit 1999 trägt die Stadt den Beinamen "Luftkurort".


